Strom für heute und morgen
Der in der Schweiz produzierte Strom stammt zum grössten Teil aus Wasser- und Kernkraftwerken. Der Anteil der neuen erneuerbaren Energien ist derzeit noch gering.
Rund 40 Prozent des in der Schweiz produzierten Stroms wird von den fünf Kernkraftwerken Beznau I und II, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt erzeugt. Deutlich über 50 Prozent liegt der Anteil des aus Wasserkraft erzeugten Stroms, wobei darin Strom aus Laufwasser-, Speicher- und Kleinwasserkraftwerken enthalten ist. Derzeit stammen nur gerade zwei Prozent der Schweizer Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Produktionsformen wie Photovoltaik, Wind oder Biomasse. Abfall aus Kehrichtverbrennungsanlagen und Biogas aus Kläranlagen liefern dabei mit über 85 Prozent den Löwenanteil. Der Bund hat das ambitiöse Ziel, diesen Anteil von zwei Prozent bis 2030 um 5,4 TWh auf rund acht Prozent zu steigern.
Der im Inland erzeugte Strom würde schon heute in Winterhalbjahren nicht genügen, die Schweiz jederzeit mit Strom zu versorgen. Dazu wird zusätzlich der über langfristige Bezugsverträge und Transportprivilegierungen gesicherte Strom aus französischen Kernkraftwerken benötigt. Diese Verträge laufen allerdings in absehbarer Zeit aus, da sie nicht mit europäischem Recht vereinbar sind.


