Erfolgreiche und sichere KKB-Stromproduktion – günstige Voraussetzung für lange Betriebsdauer
(kkb) Der klaglose Betrieb auch über die Feiertage unterstreicht die erfreulichen Ergebnisse im Kernkraftwerk Beznau (KKB) während des zu Ende gehenden Jahres: Die hohen Erwartungen an eine kontinuierliche, sichere Energieerzeugung für die Strom- und Fernwärmeversorgung werden erreicht. Einer schonenden Betriebsweise wurde im Hinblick auf eine lange Betriebsdauer jederzeit Beachtung geschenkt. Die während 2 x 35 Jahren gesammelten Erfahrungen stossen auch international immer wieder auf Interesse.
Die über die Feiertage zu erbringenden Arbeiten haben für die Verantwortlichen zwar weitgehend Routinecharakter. Der betrieblichen Sicherheit wird aber auch in dieser Zeit uneingeschränkte Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Netto-Elektrizitätserzeugung im KKB übertrifft im Jahr 2006 mit über 6 Milliarden Kilowattstunden die guten Ergebnisse der Vorjahre. Sie entspricht etwa dem privaten Haushalt-Stromverbrauch von zweieinhalb Millionen Menschen in einem Jahr. Diese hohe Stromproduktion liess sich erbringen, weil seit Jahresbeginn keine Störungen von Belang eintraten und weil die Revisionsabstellung in der geplanten kurzen Dauer abgewickelt werden konnten. Der Kraftwerksleistung wurde durch die heissen Sommermonate Juni, Juli und September nur geringfügig beeinträchtigt.
Die mit Blick auf die zeitlich unbefristeten Betriebsbewilligungen für beide Blöcke und den generell guten Anlagenzustand erfreulichen Perspektiven erleichtern die Erhaltung des Standes der Technik und die längerfristige Planung der für die Sicherheit nötigen Investitionen. So wurden die Fertigentwicklung des Grosssimulators für den Standort Beznau intensiv vorangetrieben und die Modernisierungsarbeiten an den baulichen und elektronischen Einrichtungen zur Anlagensicherung in Angriff genommen. Allein diese beiden Projekte sind mit Investitionen von über 50 Millionen Franken verbunden.
Die Auseinandersetzung mit Fragen der betrieblichen Sicherheit gehört zur täglichen Arbeit auf allen Ebenen und auch über Grenzen hinweg: Noch vor Weihnachten verfolgte eine Schichtgruppe des britischen KKW Sizewell-B während mehrerer Tage die Arbeit des Betriebspersonals im KKW Beznau. Sizewell-B ist ebenfalls eine Druckwasserreaktoranlage von Westinghouse – wie Beznau –, ging aber erst im Jahre 1995 in Betrieb und verfügt über eine Netto-Leistung von 1200 Megawatt (Beznau 2 x 365 MW). Für die Besucher aus Grossbritannien standen Fragen der Betriebsführung, der Revisionsplanung und des Betriebdauer-Managements im Vordergrund, da die Beznauer-Mannschaft bereits über die Erfahrung aus 70 Jahren Reaktorbetrieb verfügt. Die KKB-Betriebsleute interessierten sich dagegen für den in Sizewell bereits in Betrieb stehenden Grosssimulator. Ein Simulator des gleichen kanadischen Herstellers wird Anfang 2007 an das KKB ausgeliefert.
Weitere Auskünfte: Josef Schib, Unternehmenskommunikation

Im Dezember besuchten eine gutes Dutzend Betriebsleute aus dem britischen Kernkraftwerk Sizewell-B das KKW Beznau. – KKB-Kraftwerksleiter Walter Nef und Horst Wippich, rechts, sowie Carlton Dachler und Markus Gerber, links aussen, betreuten das dem internationalen Erfahrungsaustausch dienende mehrtägige Treffen.
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| Medienmitteilung NOK 29. Dezember 2006 | 108 kB | |

