Unternehmensergebnis gesteigert – operatives Ergebnis jedoch unter den Erwartungen
Trotz Preissenkungen in der Versorgung erhöhte Axpo im vergangenen Geschäftsjahr die Gesamtleistung um 15% – dies aufgrund des höheren Marktpreisniveaus im Handel und des gestiegenen Stromabsatzes. Das Unternehmensergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr erfreulicherweise um 8% gesteigert werden; das operative Ergebnis hingegen liegt unter den Erwartungen. Das Energiegeschäft war von unterschied¬lichen Entwicklungen geprägt: Auf der einen Seite konnte mehr Strom ins Versorgungsgebiet geliefert sowie in den internationalen Märkten abgesetzt werden. Anderseits führten der Ausfall des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL) sowie der trockene Sommer zu einer verminderten Stromproduktion. Erfreulich ist, dass die Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr über 100 neue Arbeitsplätze schaffen konnte.
Axpo verzeichnete im Geschäftsjahr 2004/05 eine Gesamtleistung von 6684 Mio. CHF (+15% gegenüber dem Vorjahr). Die Zunahme ist ausschliesslich auf den internationalen Stromhandel zurückzuführen. Zum einen ist das Marktpreisniveau im Handel markant gestiegen, zum anderen nahm der Absatz um 8,3% zu. Trotz gestiegenem Absatzvolumen waren die Umsätze aufgrund der gewährten Preisreduktionen im Versorgungsgebiet tiefer. Beim operativen Ergebnis (EBIT) ergab sich ein leichter Rückgang: Mit 635 Mio. CHF liegt dieses 1,3% unter dem Vorjahr. Der Produktionsunterbruch beim Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) wirkte sich mit 105 Mio. CHF auf das Betriebsergebnis aus.
Erfreuliches Unternehmensergebnis
Axpo weist für das vergangene Geschäftsjahr mit 571 Mio. CHF (+8%) ein hohes konsolidiertes Unternehmensergebnis aus, das jedoch von verschiedenen Sondereffekten beeinflusst ist. Positiv wirkte sich unter anderem die Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen und Wertminderungen auf Produktionsanlagen und Energiebezugsrechten aus. Preissenkungen im Versorgungsbereich, der KKL-Produktionsausfall, der deutliche Rückgang der Margen im Italien-Geschäft sowie Mehrkosten bei den Energiebezugsverträgen mit Frankreich beeinflussten das Ergebnis negativ.
Der Cashflow betrug im Berichtsjahr 545 Mio. CHF und nahm gegenüber dem Vorjahr um 21% ab. Auch hier hinterliessen der KKL-Ausfall sowie Mindereinnahmen infolge Preis- und Margenreduktionen beim Stromverkauf deutlich ihre Spuren.
Mehr Energie abgesetzt
Insgesamt lag der Energieabsatz im Berichtsjahr bei 94,9 Mrd. kWh (+6,8% gegenüber Vorjahr). Der Absatz im Versorgungsgebiet stieg aufgrund des Mehrverbrauchs trotz eher mildem Winter um 2,3% auf 19,7 Mrd. kWh. Ein weiterer Grund liegt darin, dass verschiedene Weiterverteiler im Spätsommer unter anderem aufgrund der Unwetterschäden an den eigenen Kraftwerken vermehrt Strom von Axpo bezogen.
Die Beschaffung aus schweizerischen Kernkraftwerken verzeichnete einen Rückgang um 4,5% gegen¬über dem Vorjahr und erreichte 21,3 Mrd. kWh. Ins Gewicht gefallen ist dabei vor allem der fünfmonatige Ausfall des KKL. Demgegenüber resultierte bei der Beschaffung aus dem Kraftwerkpark der Electricité de France (EdF) eine leichte Zunahme, welche auf eine bessere Verfügbarkeit der Anlagen zurückzuführen ist.
Die gesamte hydraulische Produktion erreichte mit 8,3 Mrd. kWh ziemlich genau den Vorjahreswert. Sie lag aber aufgrund der im Durchschnitt eher trockenen Witterung unter dem langjährigen Mittel. Die Schnee- und Niederschlags¬verhältnisse wiesen deutliche regionale Unterschiede auf. Die Stauseen spielten als Stromlieferant im Zusammenhang mit dem KKL-Ausfall eine wichtige Rolle. Der vermehrte Einsatz der Speicherenergie für die Versorgung der Nordost- und Zentralschweiz und die unterdurchschnittlichen natürlichen Zuflüsse führten vor allem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zu unterdurch¬schnittlichen Füllungsgraden der Speicherseen.
Der Energiebezug von Dritten lag mit 65,3 Mrd. kWh rund 12% über dem Vorjahreswert. Die markante Steigerung ergab sich vor allem als Folge der verstärkten Handelstätigkeit, aber auch wegen des Produktionsausfalls beim KKL.
5 Mrd. CHF für eine sichere Stromversorgung
Das vergangene Geschäftsjahr stand ganz im Zeichen der Diskussion um die zukünftige Stromversorgung. Mit der Veröffentlichung der Studie „Stromperspektiven 2020“ hat Axpo die notwendige Diskussion ausgelöst, wie die Versorgungssicherheit auch nach dem Jahr 2020 gewährleistet werden kann. Rund 5 Mrd. CHF will Axpo in den kommenden Jahren in die Schweizer Stromversorgung investieren. Dabei setzt das Unternehmen auf eine verstärkte Diversifizierung aus neuen erneuerbaren Energien, Wasserkraft sowie Gas- und Kernenergie.
Erfreulich ist, dass Axpo mit den Tochtergesellschaften NOK, CKW und EGL im vergangenen Geschäftsjahr über 100 neue Arbeitsplätze schaffen konnte: Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe über 2900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 300 Lernende.
Ausblick
Aufgrund des Geschäftsverlaufs im ersten Quartal sowie der ersten Erkenntnisse im Zusammenhang mit den Auktionen an der Nordgrenze geht Axpo davon aus, dass sich das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2005/06 im Rahmen des Vorjahres bewegen dürfte.
Weitere Auskünfte und Informationen:
Axpo Holding AG, Corporate Communications:
Rainer Meier, Tel. 044 278 41 11
Thomas Hegglin, Tel. 044 278 41 15, 079 403 83 26
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