Revision im KKB nach unterbruchsfreiem Betrieb
(kkb) Block 1 des Kernkraftwerks Beznau (KKB) wird am Freitag, 9. Juni planmässig zur Revision und zum Brennelementwechsel abgestellt. Das Hauptaugenmerk der Arbeiten richtet sich auf Prüfungen am Reaktordruckbehälter, am Hauptkühlsystem sowie an den Dampferzeugern. Rund ein Fünftel der Brennelemente wird durch neue ersetzt. Während des Abschaltens des Kraftwerks kommt es zu sichtbaren Abgaben von Dampf aus dem nichtnuklearen Teil der Anlage.
Die Abstellung des Kernkraftwerks beendet das am 13. Juli 2005 begonnene erfolgreiche Produktionsjahr. Die Stromerzeugung liegt mit 3 Milliarden Kilowattstunden auf sehr hohem Niveau. Es war erreichbar, weil seit der letzten Revision, also seit 331 Tagen, keinerlei Betriebsunterbrüche zu verzeichnen waren.
Das Schwergewicht der Prüfarbeiten gilt den Hauptkomponenten des nuklearen Teils. Insbesondere werden der Deckel des Reaktordruckbehälters und die Wellendichtung einer Reaktorhauptpumpe einer intensiven Inspektion unterzogen und die Kühlrohre der Dampferzeuger mittels Wirbelstromverfahren geprüft. Bei beiden Reaktorhauptpumpen werden Hochspannungskabel ersetzt. Wichtige Arbeiten im Dampfkreislauf sind die Grossrevisionen einer Hochdruckturbine, eines Generators und einer Speisewasserpumpe. Ausserdem werden das Schmier- und Regelöl einer Turbinengruppe ausgetauscht und ein wichtiges 6-kV-Kabel ersetzt.
Zur eigenen Belegschaft von gegen 500 Mitarbeitenden stossen tage- und wochenweise rund 400 Fachkräfte von Drittfirmen, auch solche kleiner und mittlerer Unternehmen aus der Region sowie die Experten der Sicherheitsbehörde. Der Betriebsunterbruch dauert rund vier Wochen. Die sorg¬fältige Durchführung der Revisionen, Inspektionen, Kontrollen und Tests steht im Dienste der Sicherheit und der schonungsvollen kontinuierlichen Stromerzeugung im bevorstehenden 35. Betriebszyklus.
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