CKW: Höhere Beschaffungskosten, tieferer EBIT
Luzern, 16. Dezember 2009
• Kosten für Strombeschaffung erhöhen Betriebsaufwand um 19,1%
• EBIT verschlechtert sich um 29,1%
• Zufriedenstellendes Unternehmensergebnis von 121,2 Mio. CHF, bereinigt um Sondereinflüsse
• Veräusserungsgewinn aus Verkauf Beteiligung WWZ von 106,6 Mio. CHF
• Investitionen steigen um 38,8%
• Investitionen von über 2,0 Mrd. CHF in den nächsten 10 Jahren
• Wieder Stellen geschaffen – 39 neue Vollzeitstellen
Nettoumsatz über Vorjahr
Die CKW-Gruppe steigert die Gesamtleistung um 7,5 Prozent auf 852,0 Mio. CHF. Aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage geht der Stromabsatz in den eigenen Versorgungsgebieten zurück. Durch die Zunahme bei den fremden Versorgungs-gebieten sowie dem um 26,5 Prozent gesteigerten Optimierungshandel steigt der Stromabsatz insgesamt um 3,0 Prozent. Erfreulich sind die anhaltend gute Aus-lastung und der nach wie vor gute Auftragseingang im Installationsgeschäft. Dieses trägt mit einer Zunahme um 3,4 Mio. CHF oder 3,3 Prozent zur Steigerung der Gesamtleistung bei.
Erneut höherer Betriebsaufwand
Der Betriebsaufwand steigt gegenüber dem Vorjahr gesamthaft um 115,0 Mio. CHF oder 19,1 Prozent auf 716,2 Mio. CHF. Vor allem die Strombeschaffung und die infolge der Revision im Stromversorgungsgesetz und -verordnung erfolgte Übernahme von Systemdienstleistungskosten (SDL) erhöhen den Aufwand. Die börsenbedingt negative Performance der staatlichen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Kern-kraftwerke erhöhen die Jahreskosten der Partnerwerke und verteuern entsprechend die Strombeschaffung bei CKW. Erstmals enthalten im Übrigen Betriebsaufwand ist die gesetzliche Abgabe für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV).
Das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechtert sich aufgrund der erwähnten Kosten-steigerungen um 29,1 Prozent auf 135,8 Mio. CHF. Das um die nachfolgend beschriebenen Sondereinflüsse bereinigte Unternehmensergebnis von 121,2 Mio. CHF fällt zufriedenstellend aus. Das ausgewiesene Unternehmensergebnis beträgt 242,0 Mio. CHF.Centralschweizerische Kraftwerke AG, Hirschengraben 33, 6003 Luzern – Briefe: Postfach, 6002 Luzern Telefon 041 249 51 11, Telefax 041 249 52 22, Internet www.ckw.ch, E-Mail ckw@ckw.ch
Sondereinflüsse
Der Verkauf der 20 Prozent-Beteiligung an der Wasserwerke Zug AG (WWZ) führt zu einem Veräusserungsgewinn von 106,6 Mio. CHF und verbessert entsprechend das Finanz- bzw. das Unternehmensergebnis. Aufgrund der Steuergesetzrevision im Kanton Luzern vermindert sich der latente Steuersatz von 17 auf 13 Prozent. Das reduziert die latenten Steuerverbindlichkeiten und erhöht den Unternehmensgewinn einmalig um 24,5 Mio. CHF. Hingegen hat sich wiederum hauptsächlich die negative Performance der staatlichen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Kernkraftwerke durch die FER/IFRS-Überleitung mit 11,7 Mio. CHF negativ auf den Strombeschaffungsaufwand ausgewirkt. Unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse sowie der sich daraus ergebenden Steuereffekte verschlechtert sich das bereinigte Unternehmensergebnis gesamthaft um 21,8 Mio. CHF oder 15,2 Prozent auf 121,2 Mio. CHF (Vorjahr 143,0 Mio. CHF).
Investitionen 38,8 Prozent über Vorjahr
CKW investiert umfassend in die sichere Versorgung ihrer Kunden. Dazu gehören Investitionen in Sachanlagen in der Höhe von 127,0 Mio. CHF (Vorjahr 91,5 Mio. CHF), die grösstenteils in die Netzinfrastruktur fliessen. Für die Instandhaltung wendet CKW zusätzlich 31,2 Mio. CHF (Vorjahr 21,0 Mio. CHF) auf.
Kapitalintensive Investitionen
CKW setzt als führende Energiedienstleisterin der Zentralschweiz bei ihren Investitionen auch künftig auf einen ausgewogenen Strommix aus Wasserkraft, Kernenergie und neuen Energien. Bis 2020 investiert CKW über 2,0 Mrd. CHF in die Versorgungssicherheit, davon rund 1,5 Mrd. CHF in den Ersatz der Kernkraft-werke Beznau und Mühleberg. Damit sichert CKW alleine im Kanton Luzern die Versorgung von rund 130‘000 Kunden bzw. 180‘000 Beschäftigten an ihren Arbeitsplätzen.
39 neue Stellen, 266 Lernende bei CKW
Die CKW-Gruppe beschäftigt insgesamt 1‘663 Mitarbeitende in 1‘479 Vollzeitstellen und 80 verschiedenen Berufen. 39 neue Vollzeitstellen werden im Geschäftsjahr geschaffen. Mit 266 Lernenden beträgt der Lehrstellenanteil gemessen an der Gesamtzahl der Vollzeitstellen rund 18 Prozent. Damit liegt CKW markant über dem Schweizer Durchschnitt von 7,5 Prozent und bleibt ein führender Ausbildner in der Zentralschweiz.
Medienmitteilung CKW, 16. 12. 2009

