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Optimierung des Wasserkraftwerkes Russein

Die Axpo Studie „Stromperspektiven 2020“ zeigt, dass sich ohne zusätzliche Produktionskapazitäten in absehbarer Zeit eine landesweite Stromversorgungslücke abzeichnet. Vor diesem Hintergrund stehen die schweizweiten Untersuchungen der Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK) im Bereich der Wasserkraft. Durch Optimierung und Ausbau von vorhandenen Anlagen sollen künftig zusätzliche elektrische Leistung und Energie bereitgestellt werden. Eine interessante Möglichkeit der zusätzlichen Stromgewinnung aus erneuerbarer Energie zeigt sich beim bestehenden Kraftwerk Russein auf dem Gebiet der Gemeinden Disentis/Mustér und Sumvitg.

Das Kraftwerk Russein liefert seit 1947 zuverlässig Energie. Aus einer kürzlich erstellten Studie der Hydro Surselva AG (HSAG) geht hervor, dass diese Nutzung einheimischer, erneuerbarer Energie optimiert und damit ein wertvoller Beitrag an die zukünftige Sicherstellung von elektrischer Energie geschaffen werden kann.  

In diesem Zusammenhang steht das Projekt „Russein“. Es beinhaltet die Optimierung der Wasserkraft beim bestehenden Kraftwerk Russein mittels zusätzlicher Fassungen von Seitenbächen, Überprüfung und Ausbau des Triebwassersystems sowie Erhöhung der installierten Leistung.

Das Leistungsvermögen der Zentrale Russein soll je nach Ausbauvariante von 11,8 MW auf 17 bis 23 MW ausgebaut werden. Damit kann die jährliche Energiegewinnung von durchschnittlich 52 GWh auf 65 bis 80 GWh gesteigert werden, womit etwa 16'000 bis 20'000 Haushaltungen versorgt werden könnten. Die Investitionskosten werden je nach Ausbauoption auf 65 bis 90 Mio. CHF geschätzt.  Zudem wird der Bau eines neuen Kleinkraftwerks im Val Acletta geprüft.   

Eine Voraussetzung für die Realisierung des Projekts „Russein“ ist die Verleihung der Wasserrechte durch die betroffenen Konzessionsgemeinden Disentis/Mustér und Sumvitg. Zwecks Vertiefung der Projektidee, der Erarbeitung der neuen Konzession und den anstehenden Verhandlungen bezüglich Heimfallverzichtsabgeltung haben die Gemeinden Disentis/Mustér und Sumvitg mit der HSAG ein Studienkonsortium gebildet. Bis Ende 2010 soll das Konzessionsgesuch an die Gemeinden Disentis/Mustér und Sumvitg eingereicht werden.   

Weitere Auskünfte und Informationen:
Axpo Holding AG, Corporate Communications
Erwin Schärer, Tel. 044 278 41 78
erwin.schaerer@axpo.ch

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