Umbau UW Grynau: leisere Transformatoren, besserer Hochwasserschutz
14.7.2010 - Ende Juli beginnt die Axpo AG mit dem Um- und Teilneubau des Unterwerks (UW) Grynau bei Uznach. Die erneuerte Anlage wird sich unter anderem durch geringere Lärmemissionen sowie einen besseren Schutz vor Hochwassergefahren auszeichnen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 19 Mio. Franken.
Das Um- und Neubauprojekt beinhaltet eine umfassende Modernisierung der Steuerung des UW Grynau, den Bau von zwei neuen 220-kV-Relaisstationen, die Installation eines dritten Transformators mit einer Leistung von 125 MVA und den Ersatz einer der beiden 50-jährigen 100-MVA-Transformatorengruppen durch eine 125-MVA-Einheit. Die neuen Transformatoren sind mit modernen Lüftern zur Lärmminderung ausgerüstet. Die verbleibende alte Transformatorengruppe wird als Reserve nur noch bei ausserordentlichen Betriebsfällen zum Einsatz kommen. Mit diesem Konzept kann bis Ende 2011 sowohl die notwendige Leistungsverstärkung erreicht wie auch die Lärmproblematik entschärft werden.
Durch seine geografische Lage, umgeben von Linthkanal, Steinenbach und Ernetschwilerbach, ist das UW Grynau hochwassergefährdet. Der gegenwärtige Schutz gegen ein zu erwartendes 100-jähriges Hochwasser ist nicht mehr genügend, zumal der sich abzeichnende Klimawandel die Hochwassergefahr tendenziell verstärkt. Die Anlage wird nun auf ein zu erwartendes 300-jähriges Hochwasser des Steinenbachs, der nach Abschluss der Linthsanierung die grösste Gefahr darstellt, gesichert. Zu den Massnahmen zählen insbesondere der Neubau zweier Relaisstationen als Ersatz der sieben alten Anlagen sowie die Erneuerung der Sekundärtechnik- und Eigenbedarfsanlagen. Der Einbau aller neuen Anlageteile erfolgt über der kritischen Hochwassermarke.
Der Abschluss der Arbeiten bzw. die Inbetriebnahme der erneuerten Anlage ist auf Jahresende 2013 vorgesehen. Es wird mit Investitionen von rund 19 Mio. Franken gerechnet.
Das UW Grynau ist der zentrale Netzknotenpunkt für den Raum Oberer Zürichsee, die March und den Kanton Glarus. Weiter stellt es die Versorgung für Teilgebiete in den Kantonen St. Gallen und Zürich sicher. Die Um- und Neubauten dienen somit auch dazu, die Versorgungssicherheit in diesen Gebieten auch in Zukunft zu gewährleisten.
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