Kraftwerke Mattmark AG
Hochdruck-Speicherwasserkraftwerke im Saastal
Die Kraftwerke Mattmark AG mit Sitz in Saas Grund (VS) ist ein Partnerwerk der folgenden Gesellschaften: EGL AG (38.88 Prozent), Centralschweizerische Kraftwerke AG (2,.78 Prozent), BKW FMB Beteiligungen AG (11,11 Prozent), Stadt Sitten (11,11 Prozent), ewl Kraftwerke AG (5,56 Prozent) und Stadt Siders (5,56 Prozent).
Die Anlagen der Kraftwerke Mattmark AG wurden, mit Ausnahme der Pumpstation Zermeiggern, zwischen 1958 und 1966 erbaut. Die Pumpstation Zermeiggern wurde in den Jahren von 1983 bis 1987 errichtet, nachdem durch das Vorstossen des Allalingletschers einige unterhalb des Gletschers gelegene Wasserfassungen zerstört worden waren, was das Überleiten der Gletscherbäche in den Stausee Mattmark verunmöglichte.
Mit dem ersten Vollstau im Jahr 1969 wurde die Stauanlage Mattmark dem kommerziellen Kraftwerksbetrieb übergeben. Sie fasst 100 Mio. m³ Wasser und wurde zum alleinigen Zweck der elektrischen Energieerzeugung erstellt. Im Jahr 2001 wurde die Stauanlage Mattmark zum Schutz des unterliegenden Saastals und des Rhonetals – vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus den Hochwassern in den 1990er Jahren – zu einem Mehrzweckspeicher umgebaut. Seit jenem Zeitpunkt steht dem Kanton Wallis in Mattmark ein Hochwasser-Rückhaltevolumen von 3.6 Mio. m³ zur Verfügung.
Neben dem natürlichen Einzugsgebiet von 37,1 km² werden dem Stausee Mattmark die links- und rechtsufrigen Seitenbäche der Saaser Vispa mit einem Einzugsgebiet von 51,1 km² zugeleitet. Das Einzugsgebiet ist zu 45 Prozent vergletschert.
Die Nutzung der im Stausee Mattmark gespeicherten Wassermengen erfolgt in den beiden Kraftwerken Zermeiggern (Saas Almagell) und Stalden über eine maximale Fallhöhe von 459 m für die Stufe Mattmark-Zermeiggern und von 1029 m für die Stufe Zermeiggern-Stalden. Die Zuflüsse aus dem Zwischeneinzugsgebiet von 74,2 km², welche im Ausgleichsbecken Zermeiggern gespeichert werden, können sowohl in der Kavernenzentrale Stalden turbiniert als auch mittels der Pumpen Zermeiggern in den Stausee Mattmark gefördert werden. Das Kraftwerk Saas Fee mit der Wasserfassung Feevispa dient ausschliesslich der Dotierung der Saaser Vispa.
Die mittlere Jahresproduktion beträgt 649 Mio. kWh, wovon 298 Mio. kWh im Winterhalbjahr und 351 Mio. kWh im Sommerhalbjahr erzeugt werden.
Das Mandat der Geschäftsleitung liegt bei der Axpo Hydroenergie.
| Fakten | |
|---|---|
| Mittlere Jahresproduktion: | 649 Mio. kWh |
| Total installierte Turbinenleistung: | 260,5 MW |
| Installierte Pumpenleistung: | 46 MW |
| Kraftwerk Zermeiggern | |
|---|---|
| Mittlere Jahresproduktion: | 133.5 Mio. kWh |
| Installierte Leistung: | 74 MW |
| Turbinen: | 2 vertikalachsige Francisturbinen zu 37 MW |
| Staubecken: | Stauanlage Mattmark mit 100 Mio. m3 nutzbarem Speicherinhalt |
| Pumpstation Zermeiggern | |
|---|---|
| Mittlerer Jahresverbrauch: | 27.7 Mio. kWh |
| Installierte Leistung: | 46 MW |
| Pumpen: | 2 vertikalachsige Pumpen 1-flutig, 4-stufig zu 23 MW |


