Axpo Neue Energien: Axpo AG veröffentlicht Kompogas-Ökobilanz
Eine der umweltfreundlichsten Verwertungen von Bioabfällen ist die Vergärung in Kompogas-Anlagen. Das bestätigt die Umweltdeklaration der Anlage in Otelfingen (ZH). Mit dieser Zertifizierung unterstreicht Axpo ihr Engagement für eine nachhaltige Energieproduktion.
Axpo hat sich zum Ziel gesetzt, für alle ihre Energiesysteme jeweils eine Umweltdeklaration eines repräsentativen Kraftwerks zu erstellen und zu veröffentlichen. Sie will die ökologischen Vor- und Nachteile, die jedes Energiesystem mit sich bringt, transparent darstellen. Bereits 2008 erhielt das Kernkraftwerk Beznau (KKB) als erstes Kernkraftwerk der Schweiz ein Umweltzertifikat. Mit der Lebenszyklus-Analyse der Kompogas-Anlage in Otelfingen (ZH) wird nun eine zweite Axpo Anlage mit einer gemäss internationalem ISO Standard 14025 erarbeiteten Umweltdeklaration zertifiziert. Sie zeigt unter anderem die Umweltauswirkungen bei der Stromerzeugung und Treibstoffherstellung sowie beim Entsorgungsservice von Bioabfall. Berücksichtigt wird der gesamte Lebenszyklus des Kompogas-Systems, das heisst die Transporte des Bioabfalls zur Kompogas-Anlage, der Bau und Betrieb der Anlage sowie die Behandlung von entstehenden Abfällen.
Transparente Ökobilanz
Kernstück der Umweltdeklaration nach ISO 14025 ist eine Ökobilanz. Diese klar strukturierte Methode auf Basis internationaler Normen ermöglicht die Quantifizierung und Einschätzung der Emissionen in die Umwelt und der Ressourcennutzung über die gesamte Produktion von Elektrizität, Wärme, Biogas und Gärgut aus der Kompogas-Anlage Otelfingen. Dazu wurde eine Fülle umweltrelevanter Faktoren erhoben und bewertet. Für die Erarbeitung der Umweltdeklaration nach ISO 14025 muss die Ökobilanz zudem den Anforderungen des internationalen EPD®-Programms (Environmental Product Declaration) genügen. Dies beinhaltet auch eine unabhängige Prüfung der Resultate durch das Bureau Veritas Certification aus Schweden, das mit seinem Zertifikat bestätigt, dass alle Vorgaben der Standards eingehalten werden.
Klimaschonende Verwertung von Bioabfällen
Jährlich werden in der Kompogas-Anlage Otelfingen 14 000 Tonnen Bioabfälle wie Grün- und Küchenabfälle klimaschonend verarbeitet. Mit jeder Tonne, die statt in einer Deponie – in der Schweiz häufig Feldrandkompostierung - zu verrotten, in einer Kompogas-Anlage verwertet wird, können ca. 200 Kilogramm CO2-Äquivalente eingespart werden.
Kompogas-Prozess: Ökologische Energieproduktion
Das Kompogas-Verfahren basiert auf der Vergärung von festen, organischen Stoffen wie kommunalen Bioabfällen unter Ausschluss von Sauerstoff. Dabei wird Biogas (Methangas) erzeugt. Dieses kann in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt werden. Das Resultat sind naturmade-star-zertifizierter Ökostrom, der in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist wird, und Wärme. Würden im BHKW anstelle des Biogases fossile Energieträger wie Erdgas oder -öl verbrannt, ergäbe sich eine fünf Mal höhere Umweltbelastung. Ebenfalls wäre die Umweltbelastung drei Mal grösser, wenn der Bioabfall in einer Kehrichtverbrennungsanlage verstromt würde.
Alternativ dazu lässt sich das Biogas zu Fahrzeugtreibstoff aufbereiten. Kompogas steht in der Schweiz heute als Synonym für Biogas. In Otelfingen wird das Biogas an der hauseigenen Tankstelle vertrieben. Da dieser Treibstoff aus biologischen Abfällen stammt, werden – ohne jegliche Komforteinbussen – nicht-erneuerbare, fossile Ressourcen geschont. Zusätzlich wird die beim Prozess entstehende Wärme für das Besucherzentrum und das Treibhaus der Axpo Kompogas AG genutzt.
Ein weiterer Vorteil der Vergärung durch den Kompogas-Prozess gegenüber der herkömmlichen Entsorgung besteht darin, dass die Bioabfälle nicht nur energetisch genutzt, sondern auch stofflich verwertet werden. Das beim Kompogas-Prozess anfallende Gärgut ist gemäss dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) zertifiziert für den biologischen Landbau. Dieser wertvolle Naturdünger gelangt über die Landwirtschaft wieder in die Umwelt. Somit wird der Stoffkreislauf geschlossen.
Axpo Kompogas AG: Marktführerin
Im Jahr 2006 haben sich die Axpo Tochtergesellschaften Axpo AG und die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) mit 49 Prozent an der damaligen
Kompogas AG beteiligt, im Jahr 2011 soll die Axpo Kompogas Gruppe zu 100 Prozent von Axpo übernommen werden. Seit der Beteiligung von Axpo ist Axpo Kompogas AG als führende Produzentin von Biogas und Strom aus Grünabfällen kontinuierlich ausgebaut worden. In der Schweiz ist Axpo Kompogas AG an 15 Anlagen beteiligt und betreibt diese auch mehrheitlich. Weltweit hat sie rund 50 Anlagen realisiert. Axpo Kompogas AG steht damit für eine nachhaltige Nutzung von Bioabfällen.
Axpo: führend bei neuen erneuerbaren Energien
Für Axpo als grösste Produzentin von neuen erneuerbaren Energien und führendes Schweizer Energieunternehmen ist die ökozertifizierte Technologie von Kompogas ein wichtiger Pfeiler der Strategie zum Ausbau der neuen erneuerbaren Energien. Die wissenschaftlich fundierte und konsequente Verringerung von Umweltauswirkungen gehört zu den bedeutendsten Bestandteilen der Nachhaltigkeitspolitik von Axpo. Axpo baut ihre Marktführerschaft bei den neuen erneuerbaren Energien in der Schweiz kontinuierlich aus, mittelfristig strebt sie einen Marktanteil von 40 Prozent an. In den letzten drei Jahren hat Axpo rund 500 Mio. Franken in die neuen erneuerbaren Energien investiert, bis 2030 werden es insgesamt 3 Mia. Franken sein.
Weitere Auskünfte unter:
Axpo Holding AG | Corporate Communications
Media Hotline | 0800 44 11 00
Anahid Rickmann | Tel. direkt +41 44 278 41 68
Marcel Leibacher | Kommunikation Axpo Kompogas AG
T +41 44 809 77 15 | M +41 79 705 02 01
| Medienmitteilung Axpo Holding AG, 17.12.2009 | ||
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| Medienmitteilung Axpo Holding AG, 17. Dezember 2009 | 50 kB | |
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| Flyer Umweltdeklaration Kompogas | 1 MB | |
| Studie Umweltdeklaration Kompogas | 572 kB | |

