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EGL: Repräsentationsbüro in Aserbaidschan eröffnet

24. Juni 2010 - Die EGL hat in Baku ein eigenes Repräsentationsbüro zur Stärkung möglicher Partnerschaften in der Gasbeschaffung eröffnet. Grund: Erdgas aus Aserbaidschan stellt neben dem russischen und iranischen Erdgas eine ideale Ergänzung im Beschaffungsportfolio der EGL dar. Mit dem geplanten zusätzlichen Erdgas aus Aserbaidschan unterstützt die Schweizer Energiehändlerin zudem die Ziele der EU zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und Diversifikation von Versorgungsquellen.

Zur Risikominimierung in der Erdgasbeschaffung sieht die Gasstrategie der EGL ein diversifiziertes Beschaffungsportfolio vor. Neben Lieferanten wie Russland und dem Iran ist deshalb auch Aserbaidschan ein möglicher Partner. "Die EGL sieht in Aserbaidschan einen nachhaltigen und zuverlässigen Erdgaslieferanten für die Erdgasversorgung von Europa", sagt Markus Brokhof, Leiter der Division Gas Supply & SEE und Mitglied der Geschäftsleitung. Langfristiges Ziel der EGL ist es deshalb, das Erdgas vom Gasfeld Shah Deniz in Aserbaidschan durch die geplante Trans Adriatic Pipeline (TAP) nach Italien zu befördern, um die eigenen Gaskombikraftwerke zu befeuern.

Aserbaidschan ist reich an Gasvorkommen und plant zusätzlich jährlich bis zu 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Europa zu exportieren. Hierzu wurde Anfang Juni 2010 ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen der Türkei und Aserbaidschan in Ankara unterschrieben, welches unter anderem den Transit durch die Türkei umfasst. Das Gasfeld Shah Deniz liegt rund 100 Kilometer südöstlich von Baku im Kaspischen Meer auf einer Fläche von 858 Quadratkilometern verteilt, in einer Wassertiefe zwischen 50 und 500 Meter.

Erster Grundstein gelegt

Markus Brokhof sagt: "Mit der Eröffnung des Repräsentationsbüros in Baku haben wir einen ersten Grundstein für eine weitere erfolgreiche Partnerschaft in der Gasbeschaffung gelegt. Bis Erdgas aus Aserbaidschan durch die TAP nach Italien fliessen wird, sind jedoch noch eine Reihe von Geschäftsentscheidungen zur Schliessung der Wertschöpfungskette erforderlich." Das neue Repräsentationsbüro der EGL in Baku wird die Zusammenarbeit vor Ort mit politischen und wirtschaftlichen Interessenvertretern weiter stärken. Das unterzeichnete MoU zwischen Aserbaidschan und der Türkei wird als Startschuss für Verhandlungen über Gaslieferungen aus  Aserbaidschan angesehen.

Bereits im Oktober 2007 hat Bundesrat Moritz Leuenberger mit dem aserbaidschanischen Industrie- und Energieminister Natig Alijev ein MoU zur Zusammenarbeit im Energiebereich unterzeichnet. Hauptinhalte des MoU sind die Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit bei der Versorgung und beim Transport von Erdgas und Öl.

Weitere Informationen

Media Relations: Tel. +41 44 749 40 10, media.ch@egl.eu

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