Bruttomarge im Rahmen des Vorjahres - Unternehmensergebnis durch wesentliche Effekte belastet
Die EGL Gruppe geht davon aus, dass das Unternehmensergebnis für das Geschäftsjahr 2009/10 tiefer ausfallen wird als im Vorjahr. Trotz solider Bruttomarge belasten wesentliche Effekte die Aufwandseite der EGL. Dazu zählen die Abschlusskosten aus dem derzeit nicht möglichen Verkauf des Kraftwerkprojekts Energy Plus, Mehrausgaben für die Strombeschaffung aufgrund des temporären Ausfalls des französischen Kernkraftwerks Bugey sowie die Folgen der Entkopplung von Öl- und Gaspreisen und der tiefere Euro-Kurs. Eine detaillierte Berichterstattung zum Ergebnis der EGL für das erste Semester des Geschäftsjahres 2009/10 erfolgt am 1. Juni.
Bereits im vergangenen Dezember erwartete die EGL im Ausblick auf die kommenden Monate, dass das Geschäftsjahr 2009/10 noch anspruchsvoller wird als das letzte. Im BereichEnergiehandel und Assets entsprechen die aktuellen Bruttomargen den Erwartungen. Damit liegt die Bruttomarge im Rahmen des letzten Jahres, jedoch belasten verschiedene Effekte die Aufwandseite überdurchschnittlich stark.
Wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes konnte ein Verkauf des geplanten Gas-Kombikraftwerk-Projekts Energy Plus in Italien bis heute nicht realisiert werden. Insbesondere einmalige Kosten aus der Nichtrealisierung von Verträgen des Projekts schmälern das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2009/10. Ungeplante Mehrausgaben fallen zudem wegen des Ausfalls des Blocks 2 des französischen Kernkraftwerks Bugey der Eléctricité de France an, mit der die EGL einen langfristigen Strombezugsvertrag unterhält. Zur Kompensation muss derzeit der fehlende Strom zu höheren Preisen am Markt eingekauft werden.
Die Erdgasmärkte sind weiterhin angespannt. Der Angebotsüberhang führte aufgrund der verminderten Nachfrage zu einer Entkoppelung der Preise für Erdgas und Erdöl. Deshalb führt die EGL Preisrevisionsverhandlungen für verbesserte Einkaufsbedingungen. Zusätzlich wird aus heutiger Sicht die Abschwächung des Euros im Vergleich zum Schweizer Franken den Ertrag des Geschäftsjahres 2009/10 vermindern.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die EGL mit einer Bruttomarge im Rahmen des Vorjahres. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass das Unternehmensergebnis in etwa auf der Hälfte des Vorjahresniveaus (2008/09: CHF 186.7 Mio.) sein wird, wobei die aufwandseitigen Effekte das erste Semester überproportional belasten werden. Massnahmen zur Kostensenkung wurden bereits eingeleitet. Trotz der kurzfristig belastenden Effekte hält die EGL an ihrer langfristigen Strategie fest, um ihre Position im europäischen Energiehandel weiter zu stärken.
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