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Sicherheit

Grösste Beachtung wird der Betriebssicherheit geschenkt. Das gilt für den Normalbetrieb wie auch für ausserordentliche Vorkommnisse wie zum Beispiel bei unvorhersehbaren Defekten an Anlageteilen. Aus diesem Grund sind die wichtigsten Komponenten wie Steuerungen und Alarmauslösungen doppelt oder mehrfach vorhanden und räumlich voneinander getrennt. Fällt eine Steuerung oder Alarmauslösung aus, steht immer noch eine zweite oder dritte zur Verfügung, welche dieselbe Funktion erfüllen kann.

vergrössernDie Funktionstüchtigkeit von Sicherheitseinspeisepumpen wird periodisch überprüft.

Die Funktionstüchtigkeit von Sicherheitseinspeisepumpen wird periodisch überprüft.

vergrössernVom Kommandoraum aus werden die wichtigen Prozesse permanent überwacht und gesteuert.

Vom Kommandoraum aus werden die wichtigen Prozesse permanent überwacht und gesteuert.

Fakten

Barrieren
Mehrere Barrieren sorgen dafür, dass die bei der Kernspaltung entstehende hochradioaktive Strahlung und die Spaltprodukte nicht in die Umwelt gelangen können.

Brennstoffpille
Die Spaltprodukte können das Gefüge der Pille praktisch nicht verlassen.

Hüllrohre
Die gasdicht verschweissten Hüllrohre verhindern den Austritt von Spaltprodukten in den Primärkreislauf.

Reaktordruckgefäss
Die Brennelemente sind im Reaktordruckgefäss eingeschlossen und werden vom Wasser des geschlossenen Primärkreislaufs umströmt und gekühlt.

Biologischer Schild
Das Reaktordruckgefäss wird durch einen drei Meter dicken, so genannten biologischen Schild aus Beton abgeschirmt.

Stahlauskleidung des Betonsicherheitsgebäudes
Das gesamte Reaktorkreislauf-System ist von einer 35 mm dicken, gasdicht verschweissten Stahldruckschale umschlossen.

Betoncontainment
Das Reaktorsicherheits-Gebäude aus Beton weist eine Wandstärke von 90 cm auf. Eine weitere Stahlschale an der Innenseite des Containment-Betons ist ebenfalls gasdicht verschweisst. Zwischen der äusseren Betonhülle und der 35 mm dicken inneren Stahlhülle ist ein Zwischenraum, in dem Unterdruck herrscht, was das Austreten von Gasen oder Partikeln zusätzlich verhindert.

Messnetz Maduk

Das Messnetz zur automatischen Dosisleistungsüberwachung in der Umgebung der Kernkraftwerke (Maduk) wird von der Aufsichtsbehörde des Bundes (ENSI) seit 1993 betrieben. Dieses Netz setzt sich aus vier Teilnetzen im Umkreis von rund sechs Kilometern um die schweizerischen Kernkraftwerke und um das Paul Scherrer Institut mit je 12 bis 18 Sonden zusammen.

Messnetz NADAM

Das Netz für automatische Dosisalarmierung und -messung (NADAM) umfasst 58 über die ganze Schweiz verteilte Stationen. Diese befinden sich bei Wetterstationen von MeteoSchweiz. Im 10-Minuten-Intervall wird die Ortsdosisleistung, zusammen mit der lokalen Niederschlagsmenge, an die Nationale Alarmzentrale (NAZ) übermittelt. Bei Überschreiten der Schwelle von 1 mikro-Sv/h wird sofort ein Alarm ausgelöst. Die NADAM-Daten werden in der NAZ täglich ausgewertet und dienen der grossräumigen Überwachung der externen Strahlung.

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