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Ökobilanz für Kompogas– Axpo erstellt Umweltdeklarationen für ihre Energiesysteme

Axpo hat sich zum Ziel gesetzt, für alle ihre Energiesysteme jeweils eine Umweltdeklaration eines repräsentativen Kraftwerks zu erstellen und zu veröffentlichen. Sie will die ökologischen Vor- und Nachteile – die jedes Energiesystem mit sich bringt – transparent darstellen. Mit der Umweltdeklaration verschiedener Kraftwerke trägt Axpo zu einer Versachlichung der Diskussion um Energiesysteme bei. Bereits 2008 erhielt das Kernkraftwerk Beznau (KKB) als erstes Kernkraftwerk der Schweiz ein Umweltzertifikat.

Mit der Lebenszyklus-Analyse der Kompogas-Anlage in Otelfingen (ZH) wurde im Dezember 2009 eine zweite Axpo-Anlage mit einer gemäss internationalem ISO Standard 14025 erarbeiteten Umweltdeklaration zertifiziert. Dabei hat sich gezeigt, dass die Vergärung in einer Kompogas-Anlage eine der umweltfreundlichsten Verwertungsarten von Bioabfall ist. So können mit jeder Tonne Bioabfall, die so verwertet wird, statt in einer Deponie zu verrotten, ca. 200 Kilogramm CO2-Äquivalente eingespart werden.

Zertifizierte Ökobilanz

Kernstück der Umweltdeklaration nach ISO 14025 ist eine Ökobilanz. Diese klar strukturierte Methode auf Basis internationaler Normen ermöglicht die Quantifizierung und Einschätzung der Emissionen in die Umwelt und der Ressourcennutzung über die gesamte Produktion von Elektrizität, Wärme, Biogas und Gärgut. Dazu wurde bei der Kompogas-Anlage Otelfingen eine Fülle umweltrelevanter Faktoren erhoben und bewertet. Berücksichtigt wurde dabei der gesamte Lebenszyklus des Kompogas-Systems, das heisst die Transporte des Bioabfalls zur Kompogas-Anlage, ihr Bau und Betrieb sowie die Behandlung von entstehenden Abfällen.

Für die Erarbeitung der Umweltdeklaration nach ISO 14025 muss die Ökobilanz zudem den Anforderungen des internationalen EPD®-Programms (Environmental Product Declaration) genügen. Dies beinhaltet auch eine unabhängige Prüfung der Resultate durch das Bureau Veritas Certification aus Schweden, das mit ihrem Zertifikat bestätigt, dass alle Vorgaben der Standards eingehalten werden.

Kompogas-Prozess: Ökologische Energieproduktion

Das Kompogas-Verfahren basiert auf der Vergärung von festen, organischen Stoffen wie von kommunalen Bioabfällen unter Ausschluss von Sauerstoff. Dabei wird Biogas (Methangas) erzeugt, das in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt werden kann. Das Resultat sind einerseits naturmade star-zertifizierter Ökostrom, der in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist wird, und andererseits Wärme. Alternativ dazu lässt sich das Biogas zu Fahrzeugtreibstoff aufbereiten. Das beim Kompogas-Prozess anfallende Gärgut ist für den biologischen Landbau (FiBL) zertifiziert.

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